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Wie sicher sind die AKW in der Ukraine?

Zusammenfassung des Tagesschauberichtes vom 28.5.:

Die ukrainische Regierung hat die NATO um Beistand bezüglich Sicherheitsmaßnahme zum Schutz ihrer 15 noch in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke gebeten, und die NATO hat diesem Wunsch entsprochen. NATO-Generalsekretär Rasmussen bestätigte auf einer Pressekonferenz am 19. Mai, dass zivile Experten der NATO die ukrainischen Kräfte unterstützen.: „Ja, wir haben auf Bitten der Ukraine eine kleine Gruppe ziviler Experten in die Ukraine entsandt, um den Behörden zu helfen, die Sicherheit ihrer zivilen Nuklearanlagen zu verstärken.“ Schon im März hatte das Parlament in Kiew um internationale Unterstützung bei der Sicherung der ukrainischen Atomkraftwerke gebeten. In einem Brief an den Generalsekretär der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) warnte Kiew vor „illegalen bewaffneten Aktionen russischer Truppen auf dem Gebiet der Ukraine“ und den „möglichen Auswirkungen auf die Atomenergie-Infrastruktur„. Übergangspremier Arseni Jazenjuk kündigte damals den Einsatz der Armee zur Sicherung der Atomkraftwerke an.

Derzeit sind in der Ukraine insgesamt 15 AKW an vier Standorten (Chmelnytzkyi/ Westukraine, Saporischschja/Ostukraine (ca. 200 km von den aktuellen Kampfgebieten in Donezk und Slowjansk entfernt), Yuschnoukrajinsk/Südukraine,  Riwne/ Westukraine) in Betrieb. Sie decken rund die Hälfte des Strombedarfs des Landes. Die Meiler sind russischer Bauart (WWER-1000/320) und 25 bis 30 Jahren alt.

Dabei muss es nicht einmal zu militärischen Aktionen auf die AKWs kommen. Wie Fukushima gezeigt hat, reicht schon eine (unbeabsichtigte) mehrtägige Unterbrechung der Stromversorgung (der so genannte „Station Blackout„) für einen Super-GAU. Genau eine derartige Simulation eines „Station Blackout“ führte 1986 zur Katastrophe von Tschernobyl! Auch beim qualifizierten Personal kann es Probleme durch die äußeren Umstände kommen. Zudem kommt ein großer Teil der Experten in ukrainischen Atomkraftwerken aus Russland. Schließlich ist auch das radioaktives Material (frische und abgebrannte Brennelementen) in den vorhandenen Lagern vor unbefugtem Zugriff nicht sicher, inkl. der verschiedenen Altlasten. Die IAEA überwacht derzeit insgesamt 31 Nuklearanlagen in der Ukraine.

Russland ist nach wie vor der wichtigste Lieferant für die Brennelemente der 15 ukrainischen Atomkraftwerke. um aus dieser Abhängigkeit zu entkommen, hatte die Ukraine 2010 mit der US-Firma Westinghouse den Bezug eines Teils der Brennelemente vereinbart. Der Vertrag wurde erst kürzlich bis 2020 verlängert. Allerdings gibt es erhebliche Sicherheitsbedenken. Russische und westliche Brennelemente unterscheiden sich in Form, Zusammensetzung und Material. So soll es 2012 einen schweren Zwischenfall in einem ukrainischen AKW gegeben haben, weil sich Westinghouse-Brennstäbe verbogen haben. Das hätte im Notfall die Schnellabschaltung durch Steuerstäbe verhindert.

https://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-akw100.html

weitere Infos:

https://www.swr3.de/info/nachrichten/Wie-sicher-sind-die-AKW-in-der-Ukraine/-/id=47428/did=2754116/tayuxt/index.html

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