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Lage im Nahen Osten droht atomar zu eskalieren

Zwei Meldungen des heutigen Tages lassen das Schlimmste für eine Eskalation im nahen Osten fürchten:

Irakische Regierung: Aufständische sind an Nuklearmaterial gelangt

Bagdad/New York/Mossul – Aufständische im Irak sind nach Regierungsangaben an Nuklearmaterial gelangt. Das Material stamme aus der Forschung einer Universität im Norden des Landes, teilte die Regierung in einem Brief den Vereinten Nationen mit und rief diese zur Hilfe auf, „um die Bedrohung abzuwenden, dass es von Terroristen im Irak oder anderswo verwendet wird“.

Fast 40 Kilogramm Urangemische seien an der Universität Mossul gelagert worden, schrieb der UN-Botschafter des Irak, Mohamed Ali Alhakim, an Generalsekretär Ban Ki-moon in einem auf den 8. Juli datierten Brief, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag.

https://derstandard.at/2000002893981/Irakische-Regierung-Aufstaendische-sind-an-Nuklearmaterial-gelangt

Beschuss auf Atomkraftwerk

Bei ihren Raketenangriffen nehmen die Palästinenser-Gruppen auch den einzigen israelischen Atommeiler ins Visier. Nach Medienberichten wurden am Mittwoch mindestens drei Raketen in Richtung der Wüstenstadt Dimona abgefeuert, die in der Nähe des Atomkraftwerks liegt. Das Gebiet befindet sich etwa 70 Kilometer südöstlich des Gazastreifens. Mindestens eine Rakete wurde den Berichten zufolge von einem Abwehrsystem in der Luft abgefangen. Die Armee konnte sich zu konkreten Angriffen und zur Sicherung der Atomanlage nicht äußern. Es blieb unklar, wie dicht die Geschosse dem Meiler oder der nahegelegenen Stadt kamen.

https://www.sueddeutsche.de/politik/eskalation-im-nahen-osten-hamas-nutzt-gaza-bewohner-als-menschliche-schutzschilde-1.2039824

Fazit:
Zum Irak: Auch wenn die IAEO behauptet: „Kein Risiko. Auf der Grundlage der ersten Berichte gehe man davon aus, dass das Material nur schwach angereichert sei und kein Risiko im Sinne der Sicherheit oder atomaren Weiterverbreitung darstelle, erklärte eine Sprecherin der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEO) am Donnerstag. Trotzdem sei ein derartiger Fall immer besorgniserregend.“  … muss festgehalten werden, dass 40 kg Uranmischung für einige schmutzige Bomben  ausreichen und somit ein erhebliche Gefahr und vor allem ein großes Panik-Potential darstellen. Die Aussage ist also bezogen auf die „Sicherheit“ absoluter Nonsens, lediglich die Aussage bzgl. „Atomarer weiterverbreitung“ stimmt (das wäre max. 1 kg bombenfähiges Material, WENN es überhaupt angereichert werden könnte … ) Die Frage, was 40 kg Uranmischung an einer Universität in Mossul zu suchen haben, müsste auch mal jemand erklären … Aus Saddams Zeiten sind sie ja wohl definitiv nicht!
Dass Isis zeitgleich eine Chemiefabrik besetzt hat, gibt mir erheblich zu denken, Chlorgas oder ähnliche einfache Chemiewaffen lassen sich da problemlos und in großem Umfang herstellen.
Zu Dimona: Ein gezielter Raketenangriff auf ein AKW reicht unter normalen Umständen zur Kernschmelze und einem GAU. Die Wandstärken und Schutzmaßnahmen des Reaktors in Dimona sind mir zugegebenermaßen unbekannt, aber allein die Tatsache des Raketenangriffs in diese Richtung sollte alle Alarmglocken schrillen lassen. Bei der Reichweite der Raketen (125 km statt 30 – 40) gab es gerade wieder eine völlige Fehleinschätzung, was wenn die nächste Fehleinschätzung Treffgenauigkeit und Durchschlagskraft betreffen?

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