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Endlager (Kernenergie.de, kommentiert)

Sehr informativ ist die Darstellung zu den Endlagern weltweit: Selbst hier (!!!) wird eingeräumt: Es gibt bislang weltweit kein einziges Endlager! Euphorisch wird  hervorgehoben, dass 2020 die beiden ersten Endlager (in Finnland und Schweden) in Betrieb gehen SOLLEN! Insgesamt werden Planungen in 9 Ländern vorgestellt, AKWs gibt es dagegen in 30 Ländern.

Endlager

Wie weit sind die anderen?

Für schwach- und mittelradioaktive Abfälle bestehen bereits in vielen Ländern Endlager. Sie werden fast überall in oberflächennahen Anlagen deponiert. Einige Länder, wie Deutschland, Schweden und die USA, verfolgen jedoch auch für diese Abfälle die Endlagerung in tiefen geologischen Formationen. Für hochradioaktive, wärmeentwickelnde Abfälle ist gegenwärtig noch kein Endlager in Betrieb. Finnland und Schweden werden aber voraussichtlich ab 2020 solche Endlager in Betrieb nehmen.

International herrscht Konsens darüber, dass für diese Abfälle das Konzept der Endlagerung in tiefen geologischen Formationen die beste Option darstellt und bereits heute technisch zu realisieren ist. Dementsprechend werden nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern Projekte zur Endlagerung in tiefen geologischen Formationen vorangetrieben. Deutschland verfügt im weltweiten Vergleich mit dem Salzstock Gorleben über das am besten untersuchte potenzielle Endlager für hochradioaktive Abfälle.

Frankreich

Am Standort Bure wird die Eignung von Tongesteinen für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle in einem Untertagelabor in 500 Meter Tiefe untersucht. Mit der Errichtung der beiden Zugangsschächte des Labors wurde 2000 begonnen. Bei einer Eignung des ausgewählten Wirtsgesteins soll in der Region Bure das spätere Endlager gebaut werden.

BELGIEN

In Mol wird in 220 Meter Tiefe das Untertagelabor „HADES“ in Ton betrieben. Die Inbetriebnahme eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle und ausgediente Brennelemente ist für 2040 geplant.

Finnland

Die Entscheidung für den Standort „Onkalo“ auf der Insel Olkiluoto ist gefallen. Hier wird zurzeit das Endlagerbergwerk aufgefahren. Die Arbeiten sollen bis 2011 abgeschlossen sein. Danach beginnt das Genehmigungsverfahren für das Endlager und anschließend der Ausbau. Diese Arbeiten sollen bis 2020 beendet sein.

Schweden

Eine Reihe von Gemeinden hatte sich um das Endlager beworben. Nach Untersuchungen in Forsmark und Oskarshamn fiel 2009 die Standortentscheidung zugunsten von Forsmark. Der Beginn der Bauarbeiten ist für 2012 geplant und die Aufnahme des Endlagerbetriebes ab 2020.

Schweiz

In der Nordschweiz werden drei geologische Standortgebiete zur Endlagerung hochradioaktiver Abfälle untersucht. Die Inbetriebnahme eines Endlagers in Tongestein ist für 2040 geplant.

USA

Ein Tiefenendlager befindet sich in New Mexico, in der sogenannten Waste Isolation Pilot Plant (WIPP). Das Energieministerium der USA isoliert hier nukleare Abfälle, unter anderem aus der Forschung, 650 Meter tief in einer 1.000 Meter mächtigen, horizontalen Schichtfolge von permischem Steinsalz. Seit März 1999 wird hier bereits eingelagert.

China

1989 wurde mit der geologischen Erkundung eines potenziellen Endlagerstandortes begonnen. Zu diesem Zweck finden bei Beishan in der Wüste Gobi zurzeit Standortuntersuchungen statt. Die Standorterkundung soll bis 2010 abgeschlossen sein, das Genehmigungsverfahren soll 2020 beginnen und die Inbetriebnahme des Endlagers ist für 2050 vorgesehen.

(Quelle: https://www.kernenergie.de/kernenergie/documentpool/Service/201006-ik-zukunftsfragen.pdf)

weitere Infos: https://www.bfs.de/de/endlager/uebers_endproj/endlagerausstellung/endlagerung_international.html

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